August

 

Der Juli geht, der August kommt… die Sonne bleibt und vom Regen fehlt immer noch jede Spur… Temperaturen über 35 Grad… manchmal fragen wir uns, wie lange das noch so weitergeht… Der ganze Acker sieht mittlerweile sehr trocken aus.

 

 

Der erste Sonntag im August wird in diesem Jahr zum „Kartoffelsonntag“. In der vorangegangenen Nacht hat es sich endlich etwas abgekühlt, so dass das Thermometer morgens um 10:00 Uhr nur 21 Grad anzeigt. Gemeinsam mit meiner Freundin besuchen wir unser Feld. Wir häufeln den Porree (damit in diesem Jahr der untere Teil meiner Porreestangen weiß bleibt).

 

 

 

 

 

Und während sich mein Mann um die vertrockneten Blätter beim Blumenkohl und Broccoli kümmert sowie das vereinzelt spießende Unkraut zupft, habe ich mir die Forke geschnappt und ernte gemeinsam mit meiner Freundin die zweite Reihe Kartoffeln.

 

 

Kartoffeln zu ernten ist fast so etwas wie ein „Schatzsuche“ und begeistern alle, egal ob sie 2, 20 oder über 50 Jahre sind.

 

Die vertrockneten Reste der Kartoffelpflanze lassen einen nur ahnen, wo man suchen muss. Sticht man dann mit der Forke in die Erde und bringt die ersten Kartoffeln zu Tage – der Schatz… er wird sichtbar. Und dann geht es erst richtig los…

 

 

 

"Wo sind die nächsten…?"

"Oh Mann, sind das viele…!!!"

"Huch, da sind ja auch ein paar ganz kleine dabei…"

"Und schau mal, diese hat die Form eines Herzchens…"

 

 

In diesem Moment vergisst Du alle Deine Sorgen… Du bist einfach nur gespannt, wo Du die nächsten Kartoffeln findest… wie viele es sind und wie groß Dein „Schatz“ ist, nachdem Du die Reihe umgegraben hast… und freust Dich über die reiche Ernte.

 

Fast 8 Kilo haben wir ausgegraben und es sind nicht die letzten an diesem Sonntag. Denn kaum sind wir zu Hause, meldet sich unser kleinster Ackerhelfer. Er möchte Kartoffeln und Mangold ernten und die kleinen Kühe besuchen. Also fahren mein Mann und ich an diesem Sonntag zum zweiten Mal zum Acker und treffen uns dort mit meiner Tochter und ihrer Familie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Mann begnügt sich jedoch mit den Kartoffeln einer Pflanze. Dann ist er wieder mit seiner Schubkarre unterwegs Richtung Mangold.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Tage später sind wir wieder auf dem Acker… am Abend… 19:00 Uhr und das bei 37° Grad. Es ist unglaublich heiß. Meine Wetter-App hat Unwetter und Regen für den nächsten Tag angesagt und ich möchte vorher noch meine Rote Beete ernten.

 

 

 

Mangold ernten wir auch immer noch reichlich und auch der erste Blumenkohl kann mit nach Hause genommen werden. Trotz der anhaltenden Trockenheit wachsen verschiedene Sorten wie diese ohne Probleme. Broccoli, Weiß- Rot- und Spitzkohl habe ich jedoch in diesem Jahr aufgegeben. Es sieht nicht so aus, als ob wir hier überhaupt etwas enten können.

 

 

 

 

 

 

 

Das angekündigte Unwetter (mit Tornadowarnung !!!) entpuppt sich als laues Lüftchen. Regen fällt – wenn auch sehr wenig. Dafür ernten wir jetzt – Mitte August – unsere Kürbisse. 10 Prachtexemplare können wir pflücken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem setzen wir neue Jungpflanzen für Salat und Chinakohl aus. Von unserem ausgesäten Spinat und der ebenfalls ausgesäten Roten Beete ist nichts zu sehen. Es ist wohl zu trocken. Einzig die Radieschen sind angegangen und fangen an zu keimen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz der Hitze der letzten Wochen, dem sehr wenigen Regen zum Trotz, haben wir letztendlich an diesem Sonntag wieder eine gute Ernte, die wir mit nach Hause nehmen...

 

 

 

 

 

 

 

Der letzte Tag im August, und endlich, endlich, endlich Regen, wenn auch nicht viel. Und die 37 Grad von Anfang August werden auch nicht mehr erreicht. Manchmal riecht es schon ein bisschen nach Herbst.

 

Bestandsaufnahme auf dem Acker: meine Bohnen wachsen und gedeihen – zumindest das Grün der Buschbohnen ist sehr üppig (die habe ich leider erst im Ende Juni ausgesät) und auch die Stangenbohne mit ihren roten Blüten wächst. Ich warte ja immer noch darauf, dass sie endlich Früchte, sprich Bohnen, tragen… vielleicht kann ich ja im September welche ernten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                              

Auch der Rosenkohl wächst trotz der Hitze und Trockenheit… und die kleinen Knospen der Rosenköhlchen sind schon zu sehen. Die haben noch fleißig Zeit zum Wachsen, denn geerntet werden sie erst Ende Oktober, Anfang November.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und auf dem „kleine Acker“ meines Enkels wachsen Mangold, Rote Beete, Möhren und Kohlrabi munter weiter…

 

Der Blumenkohl wird geerntet (diesmal 6 Köpfe statt 2 wie im letzten Jahr), die Möhren müssen noch ein wenig wachsen, und endlich gedeihen auch wieder die Zucchini, nachdem uns in den letzten Wochen viele Triebe an der Pflanze vertrocknet sind.

 

 

 

Eine kleine Überraschung beim Fenchel… da dieser immer eine sehr starke Wurzel hat (wir haben sie nicht einmal mit der Forke herausbekommen), haben wir diese bei der letzten Ernte im Boden gelassen. Jetzt nach dem Regen treiben diese Wurzelstümpfe aus… und bringen neue, kleine Triebe ans Tageslicht. Wir lassen sie stehen und warten ab, wie sie sich in den nächsten Wochen entwickeln…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und meinen ganz besonderen Schatz kann ich endlich ernten – meine gelbe Beete. Das Saatgut gibt es nur im Biofachhandel und auch dort ist es nicht einfach zu bekommen. Direkt Ende Mai ausgesät, haben es – trotz der Trockenheit – 3 kleine Knollen geschafft. Und diese werden jetzt freudig geerntet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und lecker verarbeitet. Die gelbe Beete habe ich Anfang März beim bekannten Sterne- und Fernsehkoch aus Dorsten zum ersten Mal gegessen (der nette von den beiden)… und war total begeistert (deshalb habe ich sie auch angebaut). An sein Rezept kommt meins natürlich nicht ran… aber dennoch… Mein Rezept habe ich nicht eingestellt – Du möchtest es haben, dann schreibe mir bitte eine Mail… Nur so viel sei verraten – es hat wirklich himmlisch geschmeckt…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man sieht, dass die Erde nun endlich wieder Feuchtigkeit aufgenommen hat. Das Gemüse gedeiht wieder (das Unkraut leider auch).

 

Mein Mann und ich gehen alle Reihen durch und stellen fest – auch wenn es weniger ist als im letzten Jahr, im September / Oktober gibt es noch sehr viel zu tun und ernten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Komposthaufen: Der Weg ist lang zum Komposthaufen des Mittelhammshof. Das haben wir im letzten Jahr bei dem Unkrautwust nach unserem Urlaub gemerkt.

 

In diesem Jahr hat sich das Unkraut auf Grund der Trockenheit nicht so stark bemerkbar gemacht. Dennoch – wir haben auf der freien Fläche, die nach der Zwiebelernte da war, einen eigenen kleinen "Misthaufen"angelegt. Hier kommt der „Pflanzenabfall“ hin. Wenn man die Pflanzen mulchen möchte, ist das „Material“dazu immer gleich griffbereit.

 

 

 

Aussaat im August: Die Stellen in der Parzelle, die nun abgeerntet sind, können auch im August noch bepflanzt werden: Feldsalat, Spinat, Rucola, Kohlrabi und Radieschen wachsen – müssen aber in diesem Jahr auf Grund der Trockenheit gut angegossen werden. Wer's im Idealfall kann: Der ausgetrocknete Boden sollte ein paar Tage vorher immer wieder mal gewässert werden, damit auch die Erdschichten etwa 15 bis 20 Zentimeter unter der Oberfläche befeuchtet sind.