Besser Leben ... ohne Plastik

 

 

Quelle: pixabay | Abfallcontainer überfüllt mit Plastik in der LandschaftSeit Mai 2017 versorgen wir uns weitgehend mit unserem selbst angebauten Gemüse in BIO-Qualität. Bio-Gemüse verzehren und weiterhin die Umwelt mit Plastik und Plastikmüll zu belasten und verschmutzen ist ein Umstand, den wir seit Anfang 2018 abstellen wollen. Nur Einkaufen mit Jute- oder Baumwolltaschen reicht für eine gesunde Umwelt nicht aus. Die Plastikverpackungen – auch und gerade bei Bio-Ware – ist in den klassischen Supermärkten und Discountern nur erschreckend.

 

Obst und Gemüse kann man auch ohne Plastiktüten auf dem Wochenmarkt direkt von der Waage in die eigene Tüte bekommen. Käse oder Fleisch gehen beim Bio-Discounter oder Markt direkt in unsere mitgebrachten Behälter aus Glas oder Metall.

 

Wir benutzen keine Plastiktüten mehr für den Mülleimer (Müll in Müll verpacken geht gar nicht) und kaufen bei unseren beiden Unverpackt-Läden in Essen Lebensmittel (z.B. Kaffeebohnen, Reis, Kerne, Salz bei Unverpackt glücklich“), und Kosmetik/ Hygieneartikel (Toilettenpapier, Papiertaschentücher, Zahntabletten, Seife, Deo, Bodylotion bei „von Grünstadt“) plastikfrei ein. Solche Einkäufe muss man etwas planen und am Anfang haben wir auch des Öfteren die Behälter zu Hause vergessen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran – man muss nur wollen – und inzwischen steht der Einkaufskorb mit Behältern und Taschen griffbereit in der Ecke.

 

Meinem Mann und mir ist natürlich klar: Plastik vollkommen aus unserem Alltag zu verbannen ist fast unmöglich. Doch vielfach kann man Plastik durchaus ersetzen. Und daran arbeiten wir… wir halten Euch auf dem Laufenden…

 

mehr zum Thema

www.ecoyou.de/plastikfrei-leben/

 

 

 

 

... Urbanes Gärtnern und Leben

 

Ich möchte einmal an dieser Stelle auf verschiedene Formen des städtischen Gärtnerns hinweisen.

Mietacker in Essen-Fischlaken - die Saison ist eröffnet

 

 

 

Hier ist mein Überblick:

 

Auf meiner Seite kannst du ja meine Erfahrungen mit einem Mietacker über 100 qm nachlesen. Der Vorteile einer Mietparzelle sind natürlich, dass zahlreiche Gemüsesorten bereits durch den Bauern gepflanzt sind und die Parzelle nur für eine Saison angemietet werden kann. Regeln gibt es natürlich auch bei einem Mietacker (siehe die Hofordnung vom Mittelhammshof). In Essen gibt es verschiedene Anbieter für Mietacker. Die Mieten sind unterschiedlich, eine kleine Parzelle kostet zwischen 140 und 229 Euro, eine große Parzelle zwischen 240 und 439 Euro.

 

 

mehr zum Thema

www.oekolandbau-nrw.de/bio-selbst-ernte.html

 

 

 

 

 

https://pixabay.com/de/schubkarren-kleingarten-karrette-2157335/

Die Schrebergärten/Kleingärten/Stadtgärten sind mittlerweile wieder im Trend. Die Pächter verfügen über ein Stück Land, das vom Verein verwaltet wird. Der Erholungswert steht hier im Vordergrund. Neben Zierpflanzen, Rasenflächen ist auch der Anbau von Obst und Gemüse ausdrücklich erwünscht. Die Pächter/innen müssen sich an die Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes und der jeweiligen Satzung ihres Vereins halten. Die Höhe der Pacht bestimmt sich nicht nach den Regeln des freien Marktes und ist sehr günstig. Die Pacht beträgt nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Gartenfreunde jährlich durchschnittlich 17 Cent pro Quadratmeter. Neben der Pacht fallen noch ein Mitgliedsbeitrag für den Verein, kommunale Abgaben, Versicherungen, Strom- und Wasserkosten an. Solange die Pächter sich an die Regeln halten und die Fläche grundsätzlich für Kleingärten genutzt werden darf, kann niemand ihnen ihr Pachtland wegnehmen.

 

Übrigens ist NRW das einzige Bundesland, in dem die Förderung des Kleingartenwesens über die Landesverfassung festgeschrieben ist:"Die Kleingartensiedlung und das Kleingartenwesen ist zu fördern" (Artikel 29, Absatz 3). Aktuell wird in Essen ein Kleingartenentwicklungskonzept erstellt, das 2017 im Rat der Stadt beschlossen wurde. Dieses soll Ende 2019 voraussichtlich vorliegen. Ungeachtet dessen ist Wachsamkeit am Platze. Interessierte Kreise in der Stadt möchten am liebsten Teile der Kleingärten in lukrative Wohngrundstücke umwidmen. So gibt es aktuell Überlegungen bei der Stadt Mülheim, Kleingartenanlagen in Wohnraum umzuwandeln (Bericht WDR aktuell vom 28.02.2019). Daraufhin haben die Mülheimer Kleingärtnerinnen eine Petition ins Leben gerufen, um sich Gehör bei den Fraktionen und der Stadtverwaltung Gehör zu verschaffen. Ja, Wohngrundstücke werden knapp und wir brauchen in der "Grünen Hautstadt" grüne Lungen. Wo steht geschrieben, dass die Bürger in einem Einfamilienhaus leben müssen. Am Ökologischsten sind nach wie vor Mehrfamilienhäuser.

Die Stadt Essen verfügt über 109 städtische und private Kle)ingartenvereine mit insgesamt 262 Kleingartenanlagen und rund 9000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, die 8500 Parzellen bewirtschaften. Der Stadtverband der Kleingärtnervereine blickt 2019 auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Er tituliert die Kleingärten in Stadtgärten um, denn immerhin kultivieren die Kleingärtner 300 Hektar des Stadtgebietes.

 

 

 

 

 

mehr zum Thema

de.wikipedia.org/wiki/Kleingarten

www.kleingaerten-essen.de

 

 

 

Bei der solidarischen Landwirtschaft organisieren und finanzieren die Teilnehmenden ihren eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf. Die Lebensmittel werden nicht mehr über den Markt vertrieben. Jeder verpflichtet sich jährlich im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen.

 

mehr zum Thema

www.solidarische-landwirtschaft.org

 

pixabay Bild

 

 

Ungezwungener geht es in den städtischen Gemeinschaftsgärten (Urban Gardening) zu. Interessierte Menschen aus den Stadtteilen werden gemeinsam gärtnerisch aktiv und wollen für den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt sensibilisieren. Sie sind auch ein Ort für nachbarschaftliche Treffpunkte. In den 1990er Jahren entstanden in Deutschland die ersten Gärten. 2013 wurde der erste Gemeinschaftsgarten in Essen-Bergerhausen gegründet (Siepengarten). Mittlerweile gibt es 18 Gemeinschaftsgärten auf öffentlichen Flächen (Stand: Februar 2019)

 

mehr zum Thema

https://transitiontown-essen.de/gruppen/gemeinschaftsgaerten/

https://gemeinschaftsgartenessen.wordpress.com/

 

 

Gemeinschaftsgärten in folgenden Stadtteilen in Essen:

Lorengarten Altendorf | Garten Siepental Bergerhausen | Nachbarschaftsgarten Diergardtstr. Frohnhausen | Hausmanngarten Holsterhausen | Gemeinschaftsgärten Katernberg | Gemeinschaftsgarten „Grüne Matte“ Schuir | Garten Zum Wolbeckshof Altenessen-Mitte | Weuengarten Altendorf | Planckgarten Holsterhausen | Garten Zollverein | Garten Grüne Oase Reckhammerweg u. Tiegelgarten Uni-Viertel | Gemeinschaftsgarten „Allmende Bonnekamphöhe“ Katernberg | Gemeinschaftsgarten am Oberlehberg Kettwig | Kistengarten Karnap| Ellerngrün in Altenessen NEU|

 

 

 

Dann möchte ich noch auf zwei Initiativen gegen Lebenmittelverschwendung aufmerksam machen. Auf 18 Millionen Tonnen beziffert der WWF das Ausmaß der jährlichen Verschwendung in Deutschland. Laut dem Institut für nachhaltige Ernährung der Fachhochschule Münster fallen 60 Prozent der Abfälle in der Wertschöpfungskette an und 40 Prozent werfen wir als Verbraucher weg.

 

Auf der Online-Plattform foodsharing.de kannst du ein eigenes Konto als Foodsharer eröffnen und deine Lebensmittelreste oder gesammelte Reste öffentlich mit Standortangabe anbieten. Auch unsere  Parzellennachbarin Ivone verteilt regelmäßig Brot vom Vortrag. Wenn du Lebensmittel übrig hast, kannst du sie auch im sogenannten Fair-Teiler (www.foodsharing.de) legen. Das sind öffentlich zugängliche Kühlschränke, https://pixabay.com/de/gem%C3%BCse-natur-gr%C3%BCn-gesund-frisch-140917/in denen überschüssige Lebensmittel zum Tausch zwischengelagert werden. Jeder darf sich kostenlos am Fair-Teiler bedienen. Einen Fair-Teiler findest du z.B. im Unverpackt-Laden "von Grünstadt" im Südviertel von Essen oder auf der Online-Plattform.

 

Wer keine Lust, Zeit oder Interesse hat sich mit Gemüse selbst zu versorgen, kann sich von Abo-Kisten-Anbietern regionale Bio-Lebensmittel in Ökokisten nach Hause liefern lassen. Bestellen kannst du per Telefon, Mail oder online und geliefert wird täglich, wöchentlich oder nach Bedarf.

 

mehr zum Thema

www.oekokiste.de