Über mich...

Seit über 50 Jahren ein waschechtes Essener Kind, hier im Herzen des Ruhrgebiets geboren, Ehefrau, Mutter und Oma, das bin ich.

 

Kochen ist meine Leidenschaft, seit einigen Jahren immer mehr mit dem Fokus auf regionale und saisonale Produkte.

Und als ich im letzten Jahr den ersten selbstgeernteten Spinat verarbeitet habe, das war ziemlich cool – da kommt schon so etwas wie Stolz auf.

 

Ackern erdet

 

Und das Ackern auf dem Acker erdet – im wahrsten Sinne des Wortes - für mich der ideale Ausgleich zum täglichen Job im Büro.

 

Den Wechsel der Jahreszeiten spürt man hier, endlich wieder, hautnah. Das ging schon mal verloren, wenn man im Jahr zuvor fast täglich von morgens bis abends im Büro saß.

 

Ackerfee begutachtet die Jungpflanzen

 

Spannend ist auch mein Umfeld, wenn ich von meinem Acker erzähle. „Hätte ich Dir nie im Leben zugetraut!“ – den Kommentar habe ich mehrmals zu hören bekommen. Was mich schon überrascht hat – nur weil ich im Büro arbeite?

 

Maulwurf, Rehe oder Kartoffelkäfer

 

Ich suche im Leben oft die Herausforderung, denn das Schlimmste, was es gibt, ist Langeweile. Die kommt auf dem Acker nie auf, jeden Tag stellt man sich hier neuen kleinen Herausforderungen.

 

Ob es der Maulwurf, die Rehe oder der Kartoffelkäfer ist oder die Frage – kann ich die Kartoffeln schon im August ernten? Wohin mit dem ganzen Gemüse, wenn mal wieder vieles gleichzeitig reif ist und geerntet werden will?

 

Ackern verbindet

 

Hier fragt man einfach die Feldnachbarn oder bittet Freunde um Hilfe. Denn Ackern verbindet auch. Und wer freut sich nach getaner Arbeit nicht über einen frisch geernteten Salat oder einen Kürbis?

 

Wie die Fee zum Acker kam...

Manchmal brauchen Feen einen kleinen Schubs, damit sie wissen, wo sie ihre Fähigkeiten am besten einbringen können. Und dieser kleine Schubs kam von meinem Mann Klaus. Als Pensionär stieß er im Mai 2015 auf einen Artikel in unserer Tageszeitung:

 

Essener Bauern suchen neue Mietacker-Pächter

 

 

Eigenes Gemüse anbauen, mitten im Zentrum des Ruhrgebiets – oh ja, das gibt es. Mich, die begeisterte Hobbyköchin, die sich beim Kochen vom stressigen Bürojob erholt, und meinen Mann, der das, was ich koche, gerne isst und als Pensionär über genügend Zeit verfügt, inspirierte dieser Artikel.

 

So schauten wir uns im Sommer 2015 ein Feld im Essener Süden an und kamen zu dem Schluss – das machen wir im nächsten Jahr auch.

 

Als wir uns jedoch im März 2016 vor Ort die Gegebenheiten ansahen, mussten wir feststellen, das wir viel zu spät dran waren. Die besten Parzellen waren bereits vergeben und dass, was noch zu haben war, gefiel uns nicht. Nun gut, dann eben im nächsten Jahr.

 

Bauer Maas in Essen-Fischlaken mit Bio-Zertifikat

 

 

Ein paar Wochen später kam ich mit meiner Ärztin ins Gespräch auf das Thema „Acker pachten / Gemüse selbst ernten“. Und wie der Zufall es will, erfuhr ich von ihr, dass man beim Bauer Maas in Essen-Fischlaken ebenfalls Parzellen anmieten kann – kein konventioneller Anbau, nein, Bio. SUPER! Gesagt, getan!

 

Mein Mann besuchte im September 2016 erstmals den Mittelhammshof von Bauer Maas zwecks Sichtung der Lage und den Gegebenheiten. Am Abend wieder zu Hause, erzählte er mir von dem netten Gespräch mit einer Pächterin, die er dort angetroffen hatte.

 

Am 13. Mai 2017 startete unsere Saison

 

Außerdem hatte sie ihm ein paar Möhren von ihrem Acker geschenkt, die umgehend von mir „verarbeitet“ wurden. Das Ergebnis – richtig lecker! Und so erfolgte Ende 2016 die Anmeldung, im Februar 2017 bekamen wir weitere Infos und am 13. Mai 2017 begann unser erstes Jahr auf dem Acker.

 

Was und wie wir geerntet haben, was alles richtig oder falsch lief, vom Unkrautwust nach dem Urlaub über „Was mache ich mit einer Schubkarre voll Gemüse“ findet ihr unter Ackern 2017“-->.

 

So, damit dürfte geklärt sein – wie die Fee zum Acker kam…    

 

Herzliche Grüße

Eure Ackerfee Andrea

 

 

 

 

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