Juli 2018

 

 

Der Juni endet mit Temperaturen um die 30 Grad und im Juli geht es so munter weiter. Es fehlt dringend Regen. Während sich Freunde, Kollegen und Bekannte über die Hitze und die Sonne freuen, machen mein Mann und ich uns Sorgen um die Jungpflanzen, die eigentlich schon längst auf dem Acker sein sollten – im Moment aber noch auf unserem Balkon munter weiter wachsen (hier können wir sie täglich gießen).

 

In der ersten Juliwoche bringen wir sie dann doch aufs Feld – Grünkohl, Kohlrabi und Fenchel werden ausgepflanzt und wir fahren abwechselnd jeden Abend hin, um sie zu gießen. Auch die gelbe Beete und die Buschbohnen, die ich direkt auf dem Acker ausgepflanzt habe, bekommen Wasser.

Jetzt beginnt auch die Erntezeit. Mangold (siehe mein Tipp in Juli), Zucchini, Stangenbohnen, Fenchel, Dicke Bohnen und Erbsen sind reif. Letztere schmecken leider auch dem Rotwild, das während unserer Abwesenheit den Acker besucht. Das war diesmal schneller als ich und hat mir fast die halbe Ernte wegefressen. Aber eine Portion lässt sich doch noch ernten, ebenso wie die Dicken Bohnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten Radieschen haben wir auch geerntet – wohl etwas zu spät, denn sie waren sehr holzig. Also – beim nächsten Mal früher ernten.

 

 

Eine Woche später ernten wir unsere Zwiebeln. Im vergangenen Jahr waren sie auf Grund der Witterung nur sehr klein – in diesem Jahr sind sie prächtig gewachsen und zum Teil fast so groß wie ein Apfel. Diesmal bekommen wir Unterstützung – unser kleinster Ackerhelfer samt Mama und Papa besuchen uns auf dem Feld.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die roten Zwiebeln sind schnell gezogen, es folgt die erste Reihen weiße Zwiebeln… Diese werden zu kleinen Bündeln gebunden, damit sie später zum Trocknen aufgehängt werden können

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber damit nicht genug… Unser Kleiner liebt Kohlrabi, und da diese reif sind, wird natürlich eine ausgegraben.

 

 

 

 

Und da auf „seinem Acker“ wieder Platz ist, pflanzen Oma und Enkel neue Kohlrabi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in der 2. Julihälfte… viel Sonne und von Regen keine Spur. Die Erde ist staubtrocken und ich bin mehr als überrascht, dass die Jungpflanzen gut wachsen. Allerdings sind mein Mann und ich auch fast jeden dritten Abend da und versorgen sie mit einem kräftigen Schluck Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Trockenheit hat aber hier und da auch ihre Vorteile – die Beikräuter wachsen längst nicht so stark wie im letzten Jahr und die Zwiebeln trocken schneller als gedacht auf unserem Balkon. Konnten wir im vergangenen Jahr nur 6 Kilo ernten (viele, aber die meisten waren sehr klein), so liegt unser Ernteerfolg in diesem Jahr bei 22 kg !!!

 

 

 

Bei unseren Kartoffeln sieht es aber ganz anders aus. Waren die Reihen im letzten Jahr bis in den Herbst hinein stark belaubt und das Kartoffelgrün welkte erst im September…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… so sieht es in diesem Jahr Ende Juli bereits ganz anders aus… Die Kartoffelpflanzen sind komplett verwelkt, hier und da sieht man Beikräuter und die Erde ist steinhart und knochentrocken… was die Ernte erschwert, da sich auch mit der Forke die Erde kaum aufbrechen lässt. Die erste Reihe haben wir jetzt geerntet und stellen fest: diesmal sind viele kleine Kartoffeln dabei – was wohl nicht nur der Kartoffelkäferplage sondern auch am fehlenden Regen liegt. Geschmacklich sind sie jedoch nicht zu übertreffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dafür wachsen unsere Kürbisse, Zucchini und Bohnen besser als zuvor. Und wir ernten gerade Zucchini mal wieder kiloweise … (ich habe neue und leckere Rezepte mit Zucchini ausprobiert und für Euch eingestellt).

 

 

 

 

 

Trotz der Trockenheit haben wir jetzt – Ende Juli – noch einmal Spinat, Radieschen und Rote Beete ausgesät. Wir sind sehr gespannt, ob diese trotzdem angehen.

 

 

 

Chinakohl, Spitzkohl, Salat und Blumenkohl, die wir auf dem Hof als Jungpflanzen erstanden haben, machen wieder einen „Zwischenaufenthalt“ auf meinem Balkon – damit sie hier noch ein wenig wachsen können (und in dieser Phase genug Wasser bekommen).

 

 

Die Kornblumen, die ich Ende Mai ausgesät habe, stehen jetzt auch in voller Blüte… Das sieht nicht nur schön aus, nein - die Blüten kann man auch essen. Und die Hummeln und Bienen freuen sich über den Nektar, den sie ihnen liefern.

 

So schön wie die Arbeit auf dem Acker auch ist… sie will gemacht werden… und mein Mann und ich machen sie gerne… Schwierig wird es, wenn man (in diesem Falle Frau) von jetzt auf gleich ausfällt und ein übler Magen-Darm-Virus einen für mehrere Tage zwingt, zu Hause zu bleiben, der Göttergatte ausgerechnet dann Freunde in Berlin besucht… Und jetzt?

 

An dieser Stelle vielen lieben Dank an meine Freundin (fürs Einkaufen trotz Urlaubsvorbereitung), meine  Schwester , meinen Schwager und meinen Sohn… für’s Kümmern, Jungpflanzen gießen und was sonst noch getan werden musste.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwiebeln trocknen: Damit die geernteten Zwiebeln auch bis ins nächste Jahr haltbar sind, müssen sie getrocknet werden. Die geschnürten Bünde nach Möglichkeit aufhängen und an der frischen Luft regengeschützt trocknen lassen. Das geht auf dem Dachboden oder im Keller… und wer das Glück hat, einen Balkon zu haben, kann die Zwiebel auch dort trocknen… das ist mal eine andere Balkondekoration…

 

 

 

 

Mangoldernte: unser Mangold wächst und gedeiht in diesem Jahr wirklich super. Und damit auch ihr möglichst lange ernten könnt hier mein Tipp: schneidet immer die äußeren Blätter ab, lasst die inneren stehen. So wächst Mangold nach und ihr könnt über mehrere Woche immer frisch ernten.

 

 

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