Juni 2017

Schwägerin bei der Salaternte

 

 

Es ist Juni – und das heißt für uns – Urlaub in die Provence. Am 03. Juni entschwinden wir für 2 Wochen in unser kleines Urlaubsdomizil mitten in die Lavendelfelder des Luberon. Unsere Ackerhelfer, meine Schwester und mein Sohn, haben wir Ende Mai bereits eingewiesen… Nun, soooo viel wird in den nächsten 2 Wochen ja wohl nicht reifen werden… vielleicht der eine oder andere Salat…

 

Aber nicht nur in Frankreich ist das Wetter schön… Auch hier… Bereits am 3. Tag kommt die erste Nachricht mit Bild von meiner Schwester:

 

Salat, Salat, Salat... 10 Köpfe Salat in der Tüte, in der anderen Tüte noch mal 10… Wohin damit?“

 

Das „Problem“ löst sich dann einen Tag später auf einer Familienfeier. Meine Tochter, ihre Schwägerin und ihre Schwiegermutter sind dankbare Abnehmer.

Unkraut und Jungpflanzen - wo ist der Unterschied ?

 

 

 

Zwei Tage vor unserer Rückkehr kommt das nächste Foto, mit dem Hinweis: „Wir wissen nicht, was Unkraut und was Gemüse ist…“

 

Bei dem Anblick werde ich blass - es stimmt, Unkraut und Nutzpflanzen, man sieht keinen Unterschied !!!

Per SMS haben wir dann direkt für den Tag nach unserer Rückkehr (Sonntag, 15:00 Uhr) ein Familientreffen auf dem Acker vereinbart. Wir, 3 Helfer (Schwester, Schwager, Sohn), 10 volle Schubkarren Unkraut und 3 Stunden später sieht unser Acker dann wieder so aus…

 

jetzt ist das Unkraut gerupft

Jetzt erweisen sich die kleinen gelben Schilder, mit denen wir die Reihen markiert haben, von Vorteil. So fallen nur wenig junge Gemüsepflanzen der „Unkraut-Rupf-Aktion“ zum Opfer. Aber meine Schwester kommt mit betretenem Gesicht und 5 Radieschen zu mir.

 

„Sorry, ich dachte, das ist Unkraut!“ Mein Mann und ich schauen uns verdutzt an. Radieschen ??? Wir haben auch Radieschen auf dem Acker??? Wo denn? Das ist unserer Aufmerksamkeit wohl entgangen - Sie schmecken so lecker, dass wir sie in diesem Jahr noch 2x nachpflanzen – mit Erfolg!

 

Inzwischen sind auch die zusätzlich angepflanzten Tomatensetzlinge mit Folie „eingetütet“ – das soll die empfindlichen Pflanzen gegen den Wind und Regen schützen. Rankstangen für Bohnen und Erbsen sind gesetzt. Und Dicke Bohnen und Erbsen sind schon jetzt Ende Juni reif – 4 Wochen früher als sonst.

 

 

Rankstangen für Bohnen und Erbsen sind gesetzt

 

 

 

 

Indianer-Stangen gesetzt für Kürbisse und Gurken

 

 

„Warum seid Ihr denn unter die Indianer gegangen?“ werden wir von einem Feldnachbarn gefragt, weil wir auch für unsere Kürbisse, Gurken und Zucchini jeweils 3 Stangen zusammen gebunden haben – als Rankhilfen. Erweist sich als sehr hilfreich – so ist unser Feld nicht zu Hälfte mit den Blättern der insgesamt 6 Pflanzen bedeckt, die in den nächsten Monaten noch kräftig weiterwachsen.

 

 

 

 

Kohlrabi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ein paar Kohlrabi und Fenchel sind erntereif. Nun beginnt für uns eine spannende Zeit. Denn - wenn wir jetzt am Freitagnachmittag auf dem Feld sind und überlegen – was wollen wir denn am Wochenende essen? – entscheidet „der Acker“ mit dem reifen Gemüse. Und dabei entstehen leckere Gerichte – regional wie saisonal…

 

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