Mai 2018

 

12. Mai 2018, heute ist es endlich wieder soweit: die Übergabe der Parzellen auf dem Mittelhammshof.

 

Die Sonne scheint, und ich sehe viele neue, erwartungsvolle Gesichter (ein paar bekannte sind auch dabei), die – genau wie ich – viel zu früh da sind. Der Hofladen wird besichtigt und neugierig sichten wir die Jungpflanzen, die für unsere Äcker bereit stehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Begrüßung und Erläuterung der Hofregeln durch Günter Maas ist in diesem Jahr ausführlich. Der Anbauplan, der erklärt in welcher Reihe an Pflanzen angebaut wurde, steht in diesem Jahr online zur Verfügung. Gemeinsam geht es rüber zum Acker.

 

       

Hier folgt in diesem Jahr eine sehr ausführliche Erklärung, wie die Aussaat der einzelnen Gemüsereihen erfolgt ist. Die Kartoffeln haben ihren Platz gewechselt und stehen nun am Weg der einzelnen Parzellen. Der Salat ist –dank des guten Wetters – schon so gewachsen, dass er wohl schon in der kommenden Woche geerntet werden kann.

 

 

 

 

 

 

Aber auch die Schädlinge sind bereits auf dem Vormarsch. Der Kartoffelkäfer hat sich eingenistet und auch die Kohlfliege hat sich über die Jungpflanzen von Wirsing und Co. hergemacht. Doch die kleinen Pflänzchen erholen sich nach und nach, wie uns Günter Maas erklärt:

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was abgefressen aussieht, kann sich auch wieder erholen. Also nicht sofort ausrupfen, sondern abwarten.

 

Und nun schauen wir nach, wo unsere Parzelle ist – wie gewünscht – an fast der gleichen Stelle wie im letzten Jahr. Und auch unsere Mitstreiter schauen sich an, was auf dem Acker schon alles wächst und gedeiht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wetter in der zweiten Maihälfte ist unglaublich. Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad erinnern schon mehr an Sommer als an Frühling. Entsprechend wachsen die gezogene Jungpflanzen, die nun ihren Weg von meinem Balkon auf den Acker finden. Diese werden beim Auspflanzen einmal kräftig angegossen, ebenso wie das Saatgut für Möhren, Spinat & Co. Auch wenn man eigentlich nicht gießen muss – bei der frischen Aussaat sollten Saatgut und die kleinen Pflänzchen schon einen kräftigen Schluck Wasser bekommen – gerade wenn es so lange so trocken und warm ist wie jetzt.

 

Trotz regelmäßigem Absammeln haben sich nun aus den nicht endeckten Eiern der Kartoffelkäfern die Larven entwickelt, und die sind sehr gefräßig. Ich bin fast jeden 3 Tag auf dem Acker und bezweifle, dass ich die Plage in den Griff bekomme. Das ist in diesem Jahr echt ne Menge Arbeit. Aber ich hoffe, es lohnt sich und die Kartoffelernte im Herbst fällt nicht zu klein aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An Pfingstsonntag gibt es das erste Ackerpicknick in diesem Jahr. Der Picknickkorb ist schnell gepackt und das Wetter spielt auch mit.

 

 

 

Und dann bekommen wir auch noch Besuch von meiner Tochter mit Mann und Sohn. Der mitgebrachte Kuchen findet reißenden Absatz. Und natürlich buddelt unser kleiner Ackerhelfer kräftig in der Erde. Er hat in diesem Jahr sein eigenes Beet, auf dem Mangold, Spinat und Möhren angepflanzt sind.

 

„Da ist ja unsere Ackerfee!“ werde ich vor einigen Tagen begrüßt, als ich mit gerade mit den eingesammelten Kartoffelkäfern auf dem Weg vom Feld zum Hühnerstall bin. Im ersten Moment bin ich etwas verlegen… Aber schon sind wir im Gespräch und tauschen uns aus. Und hier und da lerne ich von den „alten Hasen“, die ihren Acker schon einige Jahr länger gepachtet haben, noch einiges dazu. Das macht richtig Spaß.

 

 

 Mein Tipp im Maai 2018

 

 

 

 

 

Die Jungpflanzen (aus dem Treibhaus) habe ich am Sonntag gleich umgetopft – in alte Plastikblumentöpfe, die sich im Laufe der Jahre in meiner Garage gesammelt haben. Ich wusste doch, dass die irgendwann mal zu etwas gut sind. Auf dem Balkon ein paar Tage akklimatisieren lassen, dann gedeihen sie auf dem Acker besser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem habe ich in diesem Jahr ein paar Jungpflanzen mit Biosaatgut selbst vorgezogen. (Was ich mit den 10 Zucchinipflanzen mache, weiß ich noch nicht…). Bio-Aufzuchterde und Saatgut in die Töpfchen, angießen und warten.

 

Kartoffelkäfer & Co.: die sind gerade ordentlich unterwegs. Und wer im Herbst Kartoffeln haben möchte, der sollte jetzt etwas dagegen tun. Und in diesem Falle heißt das – alle einzeln absammeln und die Blätter mit den Eiern abpflücken... (momentan einmal in der Woche)... ich habe sie dann in ein Glas gepackt und im Anschluss an die Hühner verfüttert – die waren ganz begeistert…

 

Rehe im Salat oder „Das Buffet ist eröffnet!“. Das Rotwild hat sich in diesem Jahr ziemlich früh auf den Salat „gestürzt“ – die ersten Köpfe wurden schon angefressen, was heißt – nur das leckere Herz in der Mitte wird regelrecht „herausgepflückt“, der Rest bleibt stehen. (vgl. Bild 2) Um das zu vermeiden, die Salate einfach mit Netzen oder Flies abdecken, und das, sobald die Köpfe etwas größer sind als eine Pampelmuse. Das Flies sollte aber bei über 23 Grad nicht mehr benutzt werden - dann besser ein Netz.

 

 

Salat ernten: schneidet die Köpfe oberhalb der letzten Blattreihe ab. So hat der Salat die Chance, ein zweites Mal zu wachsen – meist etwas kleiner aber nicht minder lecker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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