November und Dezember 2017

Anfang November – inzwischen ist es richtig kalt geworden, der erste Frost ist da. Zeit für uns, das, was noch auf unserem Acker ist, abzuernten. Rosenkohl, Porree, Sellerie, Wirsing, Weiß- und Rotkohl und auch der Fenchel ist recht üppig geworden.

 

 

 

 

 

Ein wunderschöner Herbsttag mit strahlendem Sonnenschein (aber nur knapp 3 Grad) und wir geraten ordentlich ins Schwitzen. Wie sehr sich unser Acker verändert hat…

 

 

Nach 3 Stunden stehen wir dann vor dem gleichen Problem wie im Sommer – wohin mit der ganzen Ernte? Und… wer soll das alles essen? Eigentlich ist es ja „nur“ der Rest… Hier 3 Stangen Porree, da 2 Köpfe Rotkohl… aber am Ende sind es dann 2 Schubkarren voll Kohl, Porree, Sellerie und Rosenkohl sowie eine große Tüte mit Spinat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber wir haben uns schlau gemacht – wir lagern unsere Ernte gut abgedeckt in Kisten auf dem Balkon – bei den Temperaturen gut machbar (Und der Spätherbst/Winter ist gnädig mit uns, es bleibt kalt).

 

Möhren, Rote Bete - alle Wurzelgemüse - müssen dunkel und in feuchtem Sand gelagert werden. Auch das ist auf unserem Balkon kein Problem. Und es geht wieder ans Einmachen – diesmal der Rotkohl – was prima klappt. (Wie das geht – schaut mal in mein Rezept zum Thema Einkochen-->)

 

 

Mitte November zieht es uns noch einmal zum Acker, ein grauer, trüber Tag. Es ist kalt, ein scharfer Wind weht über das Feld und ich habe Sehnsucht nach dem Sommer, mit seinen bunten Farben, seiner Wärme. Davon ist jetzt nichts zu sehen…

 

 

 

Wir schauen nach, ob wir vielleicht noch Portulak ernten können, den wir im September ausgesäht haben. Aber wir stellen fest – das war doch etwas zu spät. In diesem Jahr gibt es also keinen Portulak.

 

 

Noch 2 oder 3 Wochen, dann werden wir unser Feld für dieses Jahr schließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühnebel, es ist trübe, der Himmel wolkenverhangen und das Thermometer zeigt gerade mal 1 Grad. Auf dem Feld ist der Winter eingekehrt, was im Sommer frisch grün und bunt war, welkt nun in verschiedensten Brauntönen vor sich hin.

 

Es ist der 2. Dezember, der Samstag vor dem 2. Advent und unser letzter Tag auf dem Acker – in diesem Jahr.

 

 

 

Geerntet haben wir bereits alles, nun „räumen“ wir den Acker, sammeln unsere Kiste, die Stühle und die Rankstangen ein. Unser Schild ist in den letzten 8 Monaten „gealtert“ und kommt jetzt auch mit nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kalter Wind weht über das Feld, die Feuchtigkeit kann man auf der Haut spüren. Und beim Einsammeln der Netze finde ich 2 vergessene Radieschen. Unglaublich, sie haben den ersten Frost und Schnee überlebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun heißt es „Abschied nehmen", mein erstes Jahr als Ackerfee neigt sich dem Ende.

 

 

 

 

 

 

 

Aber ich freue mich schon auf den nächsten Frühling…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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